Bauholz
Bauholz ist ein weiter Begriff, unter dem Brette, Bohlen und Schnittholz zusammengefasst werden. Bauholz wird durch Zurechtsägen der Stämme in grob behauene Rund- oder Kanthölzer hergestellt, die bestoßen, nach in den erforderlichen Maßen zugeschnitten und der Länge nach zurechtgesägt werden. Kleinere Holzteile bezeichnet man gemeinhin als Schnittholz, größere Stücke als Bauholz.
Hunderte verschiedener Baumgattungen und ein langsames Holzwachstum aufgrund der kühlen Temperaturen im Norden sorgen dafür, dass Kanada über einen beeindruckenden Ressourcenvorrat verfügt. Nicht zuletzt dieser großen Artenvielfalt und den vorteilhaften Wachstumsbedingungen ist es zu verdanken, dass in Kanada einige der qualitativ besten Bauholzprodukte der Welt hergestellt werden, die sich durch kleine Astknoten und eine feine, geradlinige Maserung auszeichnen. Man unterscheidet zwischen Nadelholz (oder Weichholz) und Laubholz (oder Hartholz) die den Rohstoff für viele verschiedene Bauholzprodukte bilden.
Weitere Informationen über die Eigenschaften kanadischer Baumgattungen
finden Sie auf den folgenden Websites: Canadian
Wood Council
Forestry Innovation
Investment
Nadelhölzer
Nadelhölzer werden zur Herstellung von Bauprodukten und auch für nicht
bautechnische Erzeugnisse verwendet. Zur Vereinfachung des Vorratsmanagements
und der Verarbeitung von Nadelnutzholz werden Sorten mit vergleichbaren
Festigkeitsmerkmalen kombiniert (beispielsweise spricht man von der SPF-Gruppe,
die sich aus Fichte-Kiefer-Tanne zusammensetzt). Da nicht für Bauzwecke
bestimmtes Nutzholz nur aufgrund seiner äußeren Erscheinung klassifiziert
wird, verkauft man diese Produkte üblicherweise als Einzelgattungen (Östliche
Weißkiefer, Westliche Rotzeder, Douglastanne). Zu den häufig vorkommenden
Nadelholzgattungen gehören: Douglastanne, Lärche, Pazifischer Hemlock,
Gemeine Purpurtanne, Gelbzeder, Weißfichte, Engelmannfichte, Rotfichte,
Schwarzfichte, Bankskiefer, Drehkiefer, Balsamtanne, Felsengebirgstanne,
Westliche Rotzeder, Rotkiefer, Goldkiefer, Westliche Weißkiefer, Östliche
Weißkiefer, Zitterespe, Großzahnige Espe und die Balsampappel.
Von den Bauhölzern ist die Gruppe der Fichten-Kiefer-Tannenhölzer die bei weitem unfangreichste, da diese Gattungen in allen Teilen Kanadas gedeihen. Weitere wichtige Gruppen zur Herstellung von Bauholz sind Douglastanne-Lärche (N) und Hemlock-Tanne (N), wobei nördliche Arten auch andere für gewerbliche Anwendungen verwendete kanadische Bauholzarten mit einschließt. Weitere Informationen über spezielle Nutzholzarten, die im Baugewerbe eingesetzt werden oder andere Verwendungszwecke haben, finden Sie auf den folgenden Websites:
SPF/Tanne/Zeder COFI, SPF Group, QWEB
Hemlock/Küstentanne/Rote und gelbe Zeder/Sitkafichte CFLA
Zeder CFLA, WRCEA
Laubhölzer
Laubhölzer sind für ihre Festigkeit und ihr ansprechendes Äußeres bekannt und werden häufig zu Produkten verarbeitet, die nicht im Baugewerbe verwendet werden. Zu den kanadischen Laubholzgattungen gehören: Harter und weicher Ahorn, Gelbbirke, Weißbirke, Roteiche, Weißeiche, Weißesche, Buche, Amerikanische Linde, Kirsche, Walnussbaum, Roterle und Espe.
Laubhölzer werden einer Vielzahl von Verwendungszwecken zugeführt; man
verarbeitet sie in der Möbeltischlerei, zu Sportgeräten, Rahmenkonstruktionen,
Särgen, Bauteilen, Dübeln, Spielzeugen, Fräsarbeiten, Möbeln, Profilleisten,
Holztäfelungen, Werkzeuggriffen, Fußböden, Skulpturen, Holzjalousien und
bei Drechselarbeiten.
Weitere Informationen über Laubholzprodukte finden Sie im Abschnitt "wertschöpfende
Produkte“
Auf den Websites der folgenden Verbände finden Sie ebenfalls ausführliche
Informationen über Laubholzprodukte:
BC Wood, QWEB , CFLA
In diesem Abschnitt erfahren Sie Wissenswertes über Plattenprodukte für
bauliche und nicht bauliche Anwendungen; hierzu gehören Nadelsperrholz,
Laubsperrholz, spanorientierte Platten (OSB und andere Faser-Kombiplattenprodukte.
Hunderte verschiedener Baumgattungen und ein langsames Holzwachstum aufgrund
der kühlen Temperaturen im Norden sorgen dafür, dass Kanada über einen
beeindruckenden Ressourcenvorrat verfügt. Nicht zuletzt dieser großen
Artenvielfalt und den vorteilhaften Wachstumsbedingungen ist es zu verdanken,
dass in Kanada einige der qualitativ besten Plattenprodukte der Welt hergestellt
werden, die sich durch kleine Astknoten und eine feine, geradlinige Maserung
auszeichnen. Man unterscheidet zwischen Nadel- und Laubholz ( oder Weich-
und Hartholz), die den Rohstoff für viele verschiedene Plattenerzeugnisse
bilden.
Nadelsperrholz
Sperrholz ist ein Plattenprodukt, das aus mehreren dünnen Holzlagen besteht, die kreuzweise (eine Schicht längs, eine Schicht quer) miteinander verleimt werden. Diese kreuzweise Verleimung sorgt für hervorragende zweiseitige Belastbarkeit und Biegesteifigkeit, Schlaghärte und Formbeständigkeit in feuchten Umgebungen. Bei der Herstellung von kanadischem Sperrholz aus Nadelhölzern werden Holzlagen unter Anwendung von Druck und bei hohen Temperaturen mit einem wasserfesten Klebstoff aus Phenolharz verleimt; aus diesem Grund ist Sperrholz auch in extrem feuchten Umgebungen problemlos einsetzbar.
In Kanada werden 2 Hauptarten von Nadelsperrholz erzeugt: Douglasiensperrholz
(DFP) und Kanadisches Nadelsperrholz (CSP). Nadelsperrholz kann jedoch
auch aus Pappel und/oder Espenholz hergestellt werden (POP). Die meisten
kanadischen Nadelsperrholzprodukte werden aufgrund ihrer außerordentlichen
Festigkeit, ihres geringen Gewichts, der leichten Bearbeitbarkeit und
Haltbarkeit in klimatisch feuchten Umgebungen für bauliche Anwendungen
eingesetzt.
Zu den allgemeinen DFP- und CSP-Güteklassen gehören: ungeschliffenes DFP
und CSP, die häufig im Dach, Wand- und Fußbodenbau Verwendung finden;
geschliffene Sorten, die in erster Linie für Betonverschalungen oder nicht-bauliche
Zwecke eingesetzt werden, sowie gesäuberte und abgemessene Sorten, die
hauptsächlich für Fußbodenunterlagen und andere Spezialanwendungen verlangt
werden, bei denen es auf eine glatte, ebene Oberfläche ankommt. POP Sperrholz
ist ebenfalls in geschliffener und ungeschliffener Ausführung erhältlich.
Detailliertere Beschreibungen spezieller Nadelsperrholzprodukte finden
Sie auf der CANPLY Website.
Spanplatten (OSB)
Bei der Herstellung von Spanplattenerzeugnissen (OSB steht für Oriented
Strand Board) werden relativ dünne, runden Holzstämme - unter anderem
auch von Pappel und Espe -verwendet; diese werden in längliche Schälspäne
(„Strands") zerkleinert, in ihrer Faserrichtung ausgerichtet („Oriented")
und unter Verwendung eines für Außenanwendungen geeigneten Leims unter
Druck- und Hitzeeinwirkung zu Lagen verpresst. OSB besteht aus verschiedenen
Lagen, wobei die obere und untere Deckschicht längs verläuft und die Mittellagen
quer oder in willkürlicher Anordnung zur Plattenrichtung ausgerichtet
sind. Diese großen Platten werden dann unter immensem Druck und großer
Hitze zu „Master“ platten geformt und zurechtgeschnitten. Umfang, Länge
und gleichmäßige Dicke der Schälspäne sind vorgeschrieben.
Die große Stabilität der OSB-Produkte lässt sich mit dem ununterbrochenen
Holzfaserverlauf, der Verflechtung langer Schälspäne und der Ausrichtung
der Späne in den Deckschichten erklären. Die Vermengung der Späne mit
aushärtenden Kunstharzleimen und geringen Wachsmengen sorgen für innere
Festigkeit, dynamische Stabilität und erhöhte Feuchtigkeitsresistenz.
Die Einteilung der OSB-Produkte in verschiedene Güteklassen richtet sich
nach den leistungsorientierten Normen und Kriterien für Platten, die beim
Einsatz für bauliche Zwecke eine bestimmte Belastbarkeit und Biegefestigkeit
aufweisen müssen. OSB wird häufig für Bauanwendungen eingesetzt, in erster
Linie bei Dach-, Wand- und Fußbodenverkleidungen, doch auch als Baustoff
für tragende Konstruktionen wie Scheiben und Wände, die auf Plattenebene
belastet werden. Man findet OSB als Faserstoff in vielen vorgefertigten
I-Trägern und einigen Spezialprodukten für Außenverkleidungen und Betonverschalungen.
Weitere Informationen über OSB –Produkte und OSB-Hersteller finden Sie
auf der SBA web site